Seiltanz

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Südafrika – Naturparadiese entlang der Garden Route

Nachdem wir bereits von Kap zu Kap gefahren sind, führte uns die weitere Wegplanung zu tollen Stopps entlang der Garden Route. Die Garden Route ist wohl der Roadtrip-Klassiker in Südafrika und zeigt eindrucksvoll die vielen verschiedenen Naturparadiese der Region.

Zwischen Tieren und Dünen im De Hoop Nature Reserve

Das Naturschutzgebiet De Hoop ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Wir übernachteten in der Nähe von Bredasdorp und erreichten den Park schon früh am nächsten Tag über eine längere Schotterstraße. Diese ist aber auch für kleinere Fahrzeuge kein Problem.
Im Park konnten wir Elands, Antilopen, Paviane, Zebras, Schildkröten und auch Flamingos entdecken. Anschließend spazierten wir noch auf an den wunderbar weißen Sanddünen entlang. Von Juli bis Oktober hat man sehr gute Chancen direkt vom Strand aus Wale zu beobachten. Am besten ein Picknick einpacken und es sich mit Blick aufs Wasser gemütlich machen. Tiere im De Hoop Nature Reserve

Eine kleine Wanderung im Robberg Nature Reserve

Für unser nächstes Highlight mussten wir einige Kilometer zurücklegen. Eine kurze Fotopause machten wir in Knsyna am Aussichtspunkt ‚The Heads‚, bevor wir schließlich das Robberg Nature Reserve erreichten.

Dort kann man zwischen drei Rundwanderwegen wählen, die alle unterschiedliche Längen aufweisen.

Gap Circuit: 2.1km und ca. 30 Minuten
Witsand Circuit: 5.5km und ca. 2 Stunden
Point Circuit: 9.2km und ca. 4 Stunden

Am Eingang des Reservats bekommt ihr auch eine Karte. Wir haben ’nur‘ die mittlere Tour gewählt, aber waren aber trotzdem total begeistert. Wir konnten dutzende Seelöwen beobachten und haben die wunderbare Natur um uns herum kaum mit anderen Leuten teilen müssen. Das nächste Mal kommen wir nicht erst um 15 Uhr hierher und machen auf jeden Fall die große Runde.
Wandern im Robberg Nature ReserveNaturparadiese entlang der Garden Route

Nature’s Valley und das Monkeyland

In der Nähe von Plettenberg Bay entfernt warten im Monkeyland aktuell neun verschiedene Primatenarten auf die Besucher. Eigentlich bin ich kein Fan von Tierparks & Co.. Hier allerdings leben die Affen und Lemuren in einem rund 12ha großen Wald und dürfen sich darin frei bewegen. Dazu wurden die Tiere alle aus Gefangenschaft – egal ob aus Privathaushalten oder Laboren – gerettet und werden hier für ihr Leben in Freiheit vorbereitet. Deshalb haben wir uns gerne der rund einstündigen Tour angeschlossen. Monkeyland beherbergt Tiere aus Gefangenschaft Nicht weit entfernt lohnt sich ein Abstecher zum Nature’s Valley. In ca. 20 Minuten könnt ihr vom Strand zum gleichnamigen Lookout wandern. Ihr werdet mit einem fantastischen Blick über die Bucht belohnt. Wir hatten das Glück und konnten eine Delfinschule entdecken. Also ging es schnell wieder runter und wir konnten sie auch noch vom Strand aus weitere 30 Minuten beobachten. Ausblick auf die Bucht von Nature's Valley

Wandern im Tsitsikamma Nationalpark

Obwohl der Zusammenschluss von drei Nationalparks zum jetzigen Garden-Route-Nationalpark schon 2009 erfolgte, liest und spricht man doch immer noch von den einzelnen Parks. Bisher stand der Tsitsikamma noch nie auf unserer Routenplanung, deshalb wollten wir dieses Mal unbedingt dorthin.

Vorab gibt es aber eine Empfehlung für unsere Unterkunft in Stormsrivier. Das mache ich eher selten, aber dieses kleine Juwel möchte ich euch nicht vorenthalten. Die Besitzer des Pear Tree Cottages haben nicht nur beide Gästehäuser selbst gebaut sondern haben ihren Garten in ein wahres Wunderland verwandelt. Er ist wild, es blüht überall und zwischendurch pflückt man sich was zum naschen vom Baum oder Strauch. Es summt überall und die Insekten taumeln vor Glück herum. Zu guter Letzt fließt noch ein kleiner Bach durch das Grundstück. Genau so würde ich mir meinen eigenen Garten wünschen :-)

Den Eintritt in den Nationalpark mit rund 14€ pro Person empfand ich (gerade im Vergleich mit dem Robberg Reserve) zu teuer. Wir waren an diesem Tag etwas später dran und so riet uns unser Host die Wanderung über die berühmten Hängebrücken lieber auf den späteren Nachmittag zu verschieben, wenn die vielen Busse wieder abgefahren sind.

Wir entschieden uns daher für den Waterfall Trail. Dieser führt euch immer an der Küste entlang bis zu einem – Überraschung – Wasserfall. Zwischendurch müsst ihr euch den Weg über Felsen selber suchen und ggf. mal kurz Hand anlegen. Wir haben mit Pausen etwas über 3h benötigt.
Der Waterfall Trail ist auch Teil des mehrtätigen Otter Trails, der euch bis zur Bucht von Nature’s Valley führt. Mehr über diese und weitere Wanderungen im Tsitsikamma Nationalpark findet ihr hier.
Am Nachmittag wollten wir dann eigentlich den Mouth und Lookout Trail miteinander verbinden, schließlich führen diese über die inzwischen weitbekannten Hängebrücken. Allerdings wollte mein Körper trotz längerer Pause nicht mehr so recht fit werden und so befolgten wir das oberste Gebot bei Reisen in der Schwangerschaft (und auch generell :)): Auf den Körper hören!

Am nächsten Tag fuhren wir zum Big Tree, der immerhin ca. 1.000 Jahre alt. Der Ratle Trail den man dort laufen kann, ist ein netter Spaziergang aber kein besonderes Highlight. Auch das Teilstück vom Platboos Trail, der direkt am Ortsende von Stormrivier startet, hat uns nicht so überzeugt. Das ist wohl der Grund, warum sich fast alle Räder leihen und so recht zügig zu einem Aussichtspunkt kommen. Bis dorthin hat unsere Motivation leider nicht gereicht :-)
Klippschlieferfamilie in Südafrika Am nächsten Tag verlassen wir Stormsrivier und auch die Garden Route, denn es ist Zeit für die ein oder andere Safari. Dazu aber demnächst bald mehr hier auf dem Blog.

Für alle, die jetzt aber noch mehr über Südafrika lesen und sehen möchten, empfehle ich euch Katrins Blog Fräulein Draußen. Aber Achtung, sie ist ein bisschen verrückt und läuft gerne tagelang Trails, die sonst kaum einer kennt wie zum Beispiel den Amatola Trail.

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