Seiltanz

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Mit dem Wohnmobil durch Italien

Während unserer gemeinsamen Elternzeit fuhren wir für 4 Wochen mit dem Wohnmobil durch Italien. Wir hatten drei Jahre zuvor in Österreich und letztes Jahr in Deutschland schon Erfahrung mit dem Wohnmobil meiner Eltern gesammelt.Ganz ehrlich, unsere Lieblingsreisemittel ist das Wohnmobil nicht. Ich ziehe mich aus der Fahrerei gerne ganz raus und mein Mann mag das manövrieren auf engen Straßen oder Stellplätzen mit ‚diesem Schiff‘ nicht so gerne. Deshalb sind wir vor jedem neuen Fahrtag die Strecke grob mit Street View abgefahren. Und so habe ich uns auch nur einmal in eine enge Sackgasse navigiert. Oh, und einmal noch eine einspurige Bergstraße entlang. Oops :-)

Unsere Route durch Italien

In Google Maps habe ich euch die Stellplätze und die Highlights entlang unserer Route gespeichert. Im nächsten Post über die Italien-Reise nehme ich euch dann detaillierter mit. Ursprünglich hatten wir geplant, bis nach Kalabrien zu fahren. Allerdings wurden wir des Öfteren vor den engen Straßen gewarnt und schlussendlich haben wir es nicht einmal bis zu unserem Plan B – Neapel – geschafft.

Ein paar Orte hatten wir fest auf der Route eingeplant und andere haben wir spontan mit in die Streckenplanung aufgenommen. Teilweise war es aber schon anstrengend spätestens alle zwei Tage einen neuen Stellplatz/Campingplatz auszuwählen.

Unsere Stellplätze in Italien

Auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die Nacht hatte ich drei Quellen. Empfehlungen von anderen Instragram-Nutzern und die Apps park4night und ACSI Europa.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl waren für uns:
• einfache Zufahrtsstraßen ;-)
• aktuelle und mind. ganz gute Bewertungen
• Strom und gerne auch Waschräume (geht natürlich auch ohne, aber dann nur für eine Nacht :-))

Also eigentlich haben wir keine großen Ansprüche, trotzdem war es manchmal gar nicht so einfach den passenden Platz zu finden. Wenn wir nur eine Nacht entlang der Route verbringen wollten, haben wir auch öfter auf kostenlosen Stellplätzen übernachtet. Das freut die Reisekasse. Da wir kurz nach Öffnung der Grenzen (Einreise ohne Quarantäne) aufgebrochen sind, waren keine Reservierungen im Vorfeld nötig. Hatte ein Stellplatz nur wenige Plätze, habe ich vorsichtshalber vorher angerufen oder eine WhatsApp geschrieben. Den mal schnell noch eine Stunde zum nächsten Platz zu fahren ist mit Kleinkind nicht ganz optimal.

Elternzeit im Wohnmobil – Vor- und Nachteile

Seit letztem Jahr ist ja nun gefühlt fast jeder mit Wohnmobil, Camper oder Wohnwagen unterwegs. Der Trend die gemeinsame Elternzeit auf vier Rädern zu verbringen ist allerdings nicht ganz so neu. Und es hat definitiv seine Vorteile. Wo bekommt man sonst Kinderwagen, Räder mit Anhänger, Kraxe, Spielzeug und am besten noch ganz viel Nahrung für das Kleinkind unter?
Apropos Nahrung: Ich hatte unterhalb von Südtirol wirklich Probleme Gläschen zu bekommen. Das scheint für die italienische Mama nicht in Frage zu kommen. Und so stand ich dann auch bei der unmöglichsten Hitze mittags im Wohnmobil und habe dem Kleinen was gekocht.

Ein weiterer Vorteil ist sicherlich, dass das Kind eine vertraute Umgebung hat und jeden Abend (& Mittag) im selben Bett schlafen kann.

Wird das Kind aber gerade mobil und will die Welt entdecken, werden einem in Camper & Co. schnell die Grenzen aufgezeigt. Deshalb kam für uns nur ein warmes Land für diese Reise in Frage. Dauerregen und eiskalte Temperaturen hätten sicherlich sehr schnell für Frust auf beiden Seiten gesorgt.

Wir sind trotzdem nach knapp 4 Wochen bereits nach Hause gefahren, obwohl wir noch locker 2-3 Wochen Zeit gehabt hätten. Irgendwie war es einfach genug.
Ich glaube, dass war heuer unser wichtigstes Learning für das reisen mit Kleinkind. Flexibel bleiben und den Plan so anpassen, dass alle etwas davon haben :-)

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