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Wandern auf Madeira: 7 Tage, 7 Touren

Unsere Woche auf Madeira war geprägt von vielen Kilometern, Höhenmetern und fantastischen Ausblicken. In diesem Post möchte ich euch unsere Touren vorstellen – denn Wandern auf Madeira ist ein Muss :-)

Zur Ponta São Jorge

Diese kleine Wanderung haben wir eher zufällig am Ankunftstag in Angriff genommen. Ihr könnt im Ort São Jorge starten oder aber auch direkt am Meer. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Höhenmeter die ihr zu bewältigen habt. Wir starteten am Leuchtturm oberhalb der Felszunge und mussten so erst einmal gute 250 Höhenmeter absteigen. Bei den schönen Ausblicken auf die Nordküste aber ein großes Vergnügen.
Um auf die alten Kais und somit zur Spitze der Ponta zu gelangen müsste man über eine halb eingebrochene wackelige Konstruktion laufen. Das würde ich jedoch nicht empfehlen, der Weg sieht nicht mehr sehr stabil aus und auch davor gab es schon einen Erdrutsch. Also einfach die Küste vom befestigten Weg aus genießen und anschließend wieder schwitzend und hechelnd nach oben laufen.

Caldeirão Verde und Caldeirão do Inferno

Knappe 19 Kilometer lang ist diese wunderschöne Levada-Tour. Es gibt Wasserfälle zu bestaunen, diverse Tunnel zu queren und manchmal läuft man an schon fast schwindelerregenden Steilwänden entlang. Wer es bis zum grünen Kessel geschafft hat, sollte je nach Kondition unbedingt die Verlängerung bis zum Höllenkessel auf sich nehmen. Aufgrund der Länge ist der Weg nicht zu unterschätzen, da die Höhenmeter sich aber in Grenzen halten kann ich die Tour guten Gewissens so ziemlich jedem empfehlen der gerne zu Fuß unterwegs ist ;-)

Im Feenwald von Fanal

Am Forsthaus Fanal angekommen sind wir keinem bestimmten Weg gefolgt, sondern sind drauf losmarschiert. Vorbei am kleinen Teich ging es relativ zügig auf die alten Lorbeerbäume zu. Und passend dazu veränderte sich die Stimmung innerhalb von wenigen Minuten. Von einer Seite zogen plötzlich viele Wolken auf uns zu und verwandelten den Ort in den bekannten mystischen Feenwald. Ein Abstecher zu diesen alten Lorbeerbäumen gehört auf jeden Fall zu jeder Madeira Reise dazu.

Die Königstour vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo

Morgens waren wir uns beim Frühstück nicht ganz sicher, ob wir an diesem Tag die Königstour auf den Dächern Madeiras laufen sollen. Die Wolken hatten sich um unsere Unterkunft auf gut 1.000 Metern gelegt. Aber ein Blick auf die Webcam half uns bei der Entscheidung. So kamen wir erst relativ spät am Parkplatz des Arieiros an und mussten einige Zeit auf eine freie Lücke warten. Die Wolken hielten sich brav weiter unten und wir konnten die Tour bei bestem Wetter starten. Wir haben mit Pausen gute 5 1/2 h gebraucht, wandern aber auch regelmäßig hier in der Heimat. Wer etwas untrainierter in den Bergen ist sollte lieber 6-7 Stunden anpeilen. Zu dieser Tour wird es bald noch einen ausführlichen Bericht auf dem Blog geben. Es war einfach zu schön :-)

Entlang der Levada do Rei

Die 10 Kilometer lange Wanderung entlang der Levada do Rei war für uns leider nicht besonders spannend. Die Eindrücke von der Caldeirão Verde Tour waren wohl noch zu sehr in unseren Köpfen und so fanden wir diese Tour eher ein bisschen langweilig. Highlight auf dem Weg ist die Querung eines Wasserfalles, bei dem man um eine kleine Dusche nicht herum kommt. Ich habe mich mal ein bisschen auf die Bewachsung an den Felsen oberhalb der Levada konzentriert und konnte allerhand schöne Blumen und sogar ein Vogelnest entdecken. Manchmal sind es doch die kleinen Dinge, die etwas besonders machen :-)

Die Felsspitze Ponta do Clérigo

Als Alternative zum recht überlaufenen Adlersfelsen wählten wir diese kleine Wanderung zur Felsspitze Ponta do Clérigo. Hier hatten wir immer wieder tolle Ausblicke auf den Adlerfelsen selbst und natürlich die Küste. Nur der Aufstieg war wirklich sehr schweißtreibend und die knapp 400 Höhenmeter werden in kürzester Zeit zurückgelegt. Wer sich den Pfad nicht mit etlichen anderen Wanderern teilen will, ist hier gut aufgehoben.

Sonnenaufgangstour auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço

Am Ponta do Rosto warteten wir (vergeblich) auf den Sonnenaufgang. Leider lag auf dem Atlantik eine dicke Wolkenschicht. Also starteten wir direkt die leichte aber spektakuläre Küstenwanderung rund um das Kap. Die Einsamkeit auf dem Hinweg haben wir sehr genossen, als wir gegen 11 Uhr wieder zurück am Parkplatz waren war dieser schon brechend voll und entsprechend vielen Leuten mussten wir auf dem Rückweg Platz machen. Inzwischen gibt es einfach zuviele Reisende die die Schönheiten Madeiras genießen wollen :-)
Für weitere Tourenvorschläge kommt man um den Rother Wanderführer eigentlich nicht herum. Wir haben ihn tatsächlich täglich benutzt und teilweise auch spontan die Touren ausgesucht. Wer gerne online plant, ist mit outdooractive gut bedient, dort findet ihr auch etliche Touren auf der Insel.

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