Seiltanz

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Namibia: sandige Straßen und die verlassene Siedlung Kolmannskuppe

Nachdem wir das Highlight Sossusvlei hinter uns gelassen haben, stand ein weiterer Fahrtag bevor. Die schöne farbige Landschaft und einige Tierbegegnungen hielten uns bei Laune. Und auch der Ausblick auf den Besuch der ehemaligen Siedlung Kolmannskuppe am nächsten Tag hat sicherlich geholfen die anstrengenden Kilometer motiviert zurückzulegen.

Die Koiimasis Ranch und die D707 ohne 4×4

Viel habe ich im Vorfeld zur Straße D707 gelesen bzw. ergoogelt und sie wird des Öfteren als die schönste Straße Namibias genannt. Und da ich gerne zur abgelegen Koiimasis Ranch wollte, stand unser Entschluss fest. Mit unserem Corolla sollte es über die D707 gehen. Und was soll ich nun im Nachgang sagen?

Die Strecke ist wunderschön. Und ja, wir haben Blut und Wasser geschwitzt. Der Sand war stellenweise richtig tief und wir sind einige Male durchgedreht. Nur nicht stehen bleiben war da die Devise. Zum Glück handelte es sich nur um wenige Kilometer die uns (auch mich als Beifahrer ;-)) so gefordert haben.
An der Ranch angekommen gab es bewundernde (oder waren es verstörte) Blicke von den einzig anderen Gästen auf der Campsite. Bei einem kühlen Bier und der unglaublichen Weite der Ranch waren die Strapazen aber schnell vergessen. Ein kleiner Spaziergang führte uns über ein Stück des Landes, fast hätten wir es bis nach Landsberg geschafft ;-)

Die verlassene Siedlung Kolmannskuppe

Der nächste Campingplatz auf unserem Roadtrip war Klein-Aus und diente uns als Zwischenstopp für unseren Tagesausflug in die Geisterstadt Kolmannskuppe. Durch die vielen Besucher ist der Ort zwar nicht mehr wirklich verlassen, aber welcher Namibia Urlauber möchte schon die ehemals deutsche Siedlung, die jetzt im Sand versinkt, verpassen?

Ihr könnt die Häuser nur im Rahmen einer Tour besuchen, hier gibt es immer die aktuellen Uhrzeiten der Touren. Wir waren fast eine Stunde vorher da und durften den Ort netterweise schon im Vorfeld erkunden. Die Tour selbst war eigentlich recht kurz, aber auf jeden Fall sehr interessant (und angenehmerweise sogar auch auf Deutsch).

Kurzer Spaziergang durch Lüderitz

Mittags sind wir dann weiter nach Lüderitz gefahren und haben dort einen kleinen Spaziergang gemacht. Auch dort lässt sich die deutsche Vergangenheit nicht leugnen. Der starke Wind hat uns dann aber doch recht schnell wieder vertrieben, wobei er auf den Straßen schön anzusehen war.
Langsam ging es für uns vom Süden Namibias wieder Richtung Windhoek. Also Zwischenstop für die nächste Nacht wählten wir das Camp beim Quivertree Forest. Der Sonnenuntergang zwischen den Köcherbäumen war wirklich schön. Am nächsten Tag musste unser Corolla nochmal alles geben und uns zur Bagatelle Ranch in der Kalahari bringen. Dort konnte ich dann immerhin auch noch Erdmännchen sehen, auch wenn diese dort wohl eher schon zahm und angefüttert sind. Wir haben dort auch die Bushmen-Tour gemacht. Dass die Bewohner aber so ganz offensichtlich mit dem Jeep hingebracht werden, kurz den Touris etwas vorspielen und dann wieder zurück in ihre eigentliche Unterkunft laufen ist schon etwas blöd. Das könnte man besser verpacken. Und mal die Klick-Sprache zu hören, ist wirklich faszinierend. So geht unsere Tour in Namibia zu Ende. Wir schlafen nochmal eine Nacht in Windhoek und fliegen dann wieder gen Deutschland.

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