Seiltanz

Explore. Dream. Dive.

Mit dem Wohnmobil durch Österreich

Als Kind gab es für mich nur eine bekannte Art zu Reisen und zwar mit dem Wohnmobil. Schon als Baby ging es für mich nach Portugal und in den folgenden Jahren sehr oft nach Griechenland, Italien & Co.

Im Sommer 2018 schnappten wir uns also das Wohnmobil meiner Eltern und düsten ganz entspannt nach Österreich. Hat irgendjemand was von Jahrhundertsommer gesagt? Davon haben wir in dieser Woche nicht soviel mitbekommen. Es war eindeutig die regenreichste Woche für Monate. Aber alles der Reihe nach. Von München fuhren wir erst einmal ins Salzburger Land bzw. zum direkt benachbarten Mondsee. Im Reiseführer hatte ich mir schon ein paar schöne Ecken ausgewählt.

Drachenwand – Wanderung mit toller Aussicht

Stellplatz in Tiefgraben am Irrsee: Friedlbauer
Nachdem die ersten erfolgreichen Parkversuche mit dem kleinen Ungetüm abgeschlossen waren, trauten wir uns an die Wanderparkplätze. Am nächsten Morgen parkten wir kurz vor Fuschl und nahmen den gemütlichen Wanderweg hoch zur Drachenwand. Nur kurz vor dem Ziel ist Vorsicht geboten.
Zu diesem Ausblick muss ich aber wohl keine weiteren motivierenden Worte finden oder? :-)

Regnerischer Tag bei den Gosauseen

Stellplatz in Bad Ischl: Kaiservilla
Von Bad Ischl ging es am nächsten Morgen weiter in südliche Richtung. Mit dem großen Wohnmobil wollten wir uns nicht ins überfüllte Hallstatt wagen und fuhren so spontan zu den Gosauseen. Ab diesem Tag hieß es Regenjacke an und raus. Immerhin war so sehr wenig los und wir konnten die Wanderung vom Vorderen zum Hinteren Gosausee sehr genießen. Von der kleinen Entenfamilie konnte ich mich kaum loseisen.

Mit dem Rad durchs Almtal

Stellplatz: Campingplatz Schatzlmühle
So ein Wohnmobil bietet doch einige Vorteile. Zum einem kann man sich an regnerischen Tagen gemütlich aufs Bett fläzen und nichts tun, zum anderen kann man auch ganz problemlos die Fahrräder transportieren. Ist dann nur schwierig sich zu entscheiden. Gegen Mittags entschlossen wir uns aber doch dem Regen zu trotzen und radelten von Scharnstein durchs Almtal bis zum Almsee. Eigentlich wollte ich noch gerne auf den kleinen Ameisstein, aber leider haben wir den Weg nicht gefunden. Und wenn man dann ganz patschnass noch gute 25 Kilometer zurücklegen muss, schwindet die Motivation dann doch wieder.

Entspannte Gipfeltour am Zauchensee

Stellplatz in Altenmarkt im Pongau: Kellerbauer
Auf der Suche nach besserem Wetter sind wir wieder ein Stück gefahren und landeten schließlich in Altenmarkt im Pongau. Besseres Wetter gab es da aber auch nicht und so verbrachten wir den nächsten Tag gemütlich in der dortigen Therme.
Mit der Gamskogelbahn ging es am nächsten Tag dafür wieder in die Berge. Wir suchten uns dort die 4 Gipfeltour raus. Auch wenn es am Ende dann doch bei 3 Gipfeln geblieben ist. Die Arche haben wir ausgelassen. Schön mit Graupel und Schneeregen beendeten wir diese Sommerwanderung. Auf den Bildern sieht es gar nicht so wild aus ;-)

Die letzten Tage im Großarltal

Stellplatz am Talschluss in Hüttschlag: Naturcamping Stockham
Spontan lenkten wir das Wohnmobil für die letzten Tage ins Großarltal. Ein richtiger Glücksgriff der uns Österreich erneut von seiner wunderschönen Seite gezeigt hat. Und am letzten Tag konnten wir doch wirklich noch draußen sitzen und den Grill anwerfen ;-)
Auf unserem Weg zum Schöder- und Ötzlsee kamen wir auch am Wildgehege vorbei. Ein kleines Kitz war außerhalb des Zauns und kam einfach nicht mehr zu seiner Mutter. Das war für mich fast unerträglich zum ansehen. Leider gab es kein offensichtliches Loch o.ä. um das Kitz in die Richtung zu treiben. Über den Tourismusverband konnte schließlich der Besitzer erreicht werden und wir konnten unsere Wanderung natürlich erst fortsetzen als das Kitz wieder in Sicherheit war. Zum Glück habe ich einen geduldigen Mann an meiner Seite ;-)Auch wenn es für uns wie eine Wanderung durch einen Bach war, die restlichen zwei Stunden auf dem Weg bis zum Schödersee waren wunderschön. Irgendwann kommen wir wieder und sehen uns alles bei Sonnenschein an. Aber nur durch den Regen hatten wir das Glück den See überhaupt erblicken zu können, im Sommer ist er sonst ausgetrocknet und füllt sich erst wieder zur Schneeschmelze.Zum Ende unserer Österreich-Woche packten wir noch einmal unsere Mountainbikes aus und radelten vom Talschluss nach Hüttschlag und dann hoch Richtung Harbachalm. Die Hütte hatte leider noch geschlossen, aber wir fanden einen netten Rastplatz bevor wir wieder nach unten gedüst sind. Die Woche hat mir wieder zwei Sachen bewiesen. Unser Nachbarland hat so viele schöne Ecken und ich liebe es ein Zuhause auf 4 Rädern zu haben :-)

1 Discussion on “Mit dem Wohnmobil durch Österreich”
  • Hallo liebe Seiltanz,

    ich war leider noch nie in Österreich, aber nach diesen unglaublichen Bildern, muss ich unbedingt eine tour durch dieses schöne Land machen. Auch wenn das Wetter nicht so gut war, habt ihr doch viel gesehen und erlebt! Besonder schon finde ich die Bilder von der Drachenwand. Sie erinnern mich unglaublich doll man den Roys Peak Walk in Wanaka, Neuseeland und das war einer der schönsten Ausblicke in diesem faszinierend schönen fleckchen Erde. Danke für diesen Beitrag!

    LG

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