Seiltanz

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Namibia: Brandberg, Cape Cross und Dünentouren in Swakopmund

Vom Etosha Nationalpark fuhren wir schnurstracks Richtung Brandberg und weiter an die Küste zum Cape Cross. Auch die bekannten Dünentouren in Swakopmund wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Ein Nachmittag am Brandberg

Das Galton Gate liegt im Westen des Etosha Nationalparks und von dort fuhren wir in direkter Richtung, gefühlte 300km nur geradeaus, bis zum Brandberg. Die Fahrt dorthin bietet nicht viel Abwechslung, aber gerade das war es worauf ich mich in Namibia gefreut habe. Die unendlichen Weiten auf den Schotterpisten :-)Am höchstem Massiv Namibias angekommen, meldeten wir uns an der provisorischen Rezeption an. Denn ohne einheimischen Führer darf die Tour zu den Felsmalereien nicht mehr begangen werden. Wir hatten Glück und hatten unseren Guide tatsächlich für uns alleine und so wanderten wir eine gute Stunde durch die trockene Landschaft des Brandbergmassivs. Und ob wir den Wüstenelefanten ohne den Guide gesehen hätten, wage ich fast zu bezweifeln. Über 50.000 Felsmalereien wurden in dem Areal bereits entdeckt, die wahrscheinlich vor rund 2.000 bis 4.000 Jahren dort entstanden sind. Brav warteten wir, bis wir an der Reihe waren um die weltbekannte Malerei der ‚White Lady‘ begutachten zu dürfen.Die Nacht verbrachten wir im nahe gelegenen Uis. Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich auf der D2342 zum Atlantik fahren, der Camp-Besitzer hat uns aber davon abgeraten. Die Straße wurde zu diesem Zeitpunkt wohl schon länger nicht mehr gegradet und wir wollten dann doch kein Risiko eingehen.

Die Robbenkolonie am Cape Cross

Das Cape Cross wollte ich nicht verpassen, denn hunderte bis tausende leicht stinkende Seebären zu sehen ist doch immer wieder ein Erlebnis. Die Tiere sind überall, nur den extra für Touristen angelegten Steg konnten sie noch nicht kapern. Die Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz der Cape Cross Lodge und konnten so auch einen schönen Sonnenuntergang am Meer genießen.

Swakopmund und die Little Five Tour

Unser Ziel, möglichst viele Dinge auf Deutsch zu entdecken, war bei einem kurzen Bummel durch Swakopmund schnell erreicht. Brauhaus, Bratwürste, Buchhandlung, Schullandheim..alles da ;-) Besonders gefreut hatte ich mich im Vorfeld der Reise auf die Little Five Tour vor den Toren Swakopmunds. Und tatsächlich mussten wir mit unserem Touranbieter nicht weit fahren und schon konnte unser Guide (und ohne die geht es wirklich nicht) bereits die ersten Tierspuren im Sand entdecken. Der Namibgecko, die Düneneidechse und die Zwergpuffotter durften wir mit eigenen Augen bestaunen. Den Eingang zum Bau der goldenen Radspinne konnte unser Guide auch entdecken. Um den Bau nicht zu zerstören und die nur nachtaktive Spinne nicht im Tageslicht Fressfeinden auszusetzen, blieb diese aber an Ort und Stelle – und zwar im Sand. Spuren des Namaqua Chameleon konnten wir leider nicht entdecken. Die Fahrt auf den Dünen und 3 der 5 ‚Kleinen‘ haben die Living Desert Tour zu einem tollen Highlight gemacht!

Wilde Dünenfahrt zum Sandwich Harbour

Irgendwann hatte ich bei der Vorbereitung der Reise ein Bild vom Sandwich Harbour Gebiet gesehen. Und wusste gleich, da möchte ich auch hin. Also haben wir eine 4×4 Tour gebucht und wurden von Swakopmund zur Walvis Bay gebracht und starteten von dort in den Namib-Naukluft-Park. Die wilde Achterbahnfahrt auf den Dünen war ein unglaubliches Erlebnis. Wir sind unglaublich hohe Dünen vorwärts und rückwärts mit dem Auto runtergerutscht. Und das allerbeste – die riesigen Sanddünen enden direkt im Atlantik. Am Fuße der Dünen zogen gerade, fast schon zu kitschig, Delfine ihre Bahnen. Ausführliche Informationen, auch zu weiteren buchbaren Tourenelementen, findet ihr hier. Auch einen Schakal und einen weiteren Namibgecko entdeckte unser Guide während der Tour für uns.

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